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Allergien 

Bild Allergologie

 »Die Häufigkeit allergischer Erkrankungen hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen, man kann  inzwischen von einer Volkskrankheit sprechen. Insgesamt findet man in Gesellschaften mit hohem  Lebensstandard mehr Allergiker als in Gesellschaften mit niedrigerem Lebensstandard.«

Was ist eine Allergie?  

Allergie bedeutet eine „verstärkte, spezifische Abwehrreaktion gegenüber  an sich harmlosen Substanzen im Sinne einer krankmachenden Überempfindlichkeit“. 

Nahezu alle Organe des menschlichen Körpers können betroffen sein. Häufig befallen sind jedoch Haut und Schleimhäute, also Grenzflächen des Individuums zur Umwelt.

Bei der allergischen Rhinitis  läuft die Nase und ist wegen geschwollener Schleimhäute oft verstopft, hinzu kommen Nies- und Juckreiz. Oft besteht gleichzeitig eine allergische Konjunktivitis. Die Augen sind gerötet, lichtempfindlich und tränen, oft mit Bindehautentzündung und geschwollenem Augenlid.

In Hals und Rachen treten Entzündungen auf, die Schleimhaut ist geschwollen und kann eine Heiserkeit auslösen. In der Lunge verengen sich die Bronchien. Dies führt zu Luftnot und Hustenreiz. Im Magen-Darm-Bereich kommt es zu einer Schwellung der Schleimhäute, was sich durch Blähungen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen bemerkbar machen kann. Ganz allgemeine Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Lustlosigkeit und Erschöpfung können grundsätzlich hinzutreten.

Beim gefürchteten allergischen bzw. anaphylaktischem Schock  reagiert der gesamte Organismus mit Herzrasen, Schwindel, Blutdruckabfall bis zur Bewusstlosigkeit. Dies kann zu lebensbedrohlichen Situationen führen.

 

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Wie entsteht eine Allergie, eine Sensibilisierung gegen Allergene?  

Das Immunsystem hat die Aufgabe, für den Körper fremde und möglicherweise gefährliche Stoffe, Antigene, zu erkennen, zu bekämpfen und zu entfernen. Kommt es zu einem Kontakt mit einem Antigen, wird dieses von so genannten antigenpräsentierenden Zellen aufgenommen und den Lymphozyten angeboten.

Die Lymphozyten haben die Aufgabe, Fremdstoffe zu erkennen und abzuwehren. Sie können als so genannte B-Lymphozyten spezifische Antikörper produzieren  Immunglobuline, welche gegen ein bestimmtes Antigen gerichtet sind. Die  Folge ist, dass vermehrt Immunglobuline der Klasse E IgE gebildet werden. Die IgE-Antikörper binden sich auch an die so genannten Mastzellen. Diese 

befinden sich in den Schleimhäuten des Körpers, wie z. B. der Nase, der Lunge oder den Augen.

Beim ersten Kontakt mit einem Allergen zeigt sich noch keine Reaktion. Das Immunsystem speichert lediglich die Informationen in seinem „immunologischen Gedächtnis“. Dieser Vorgang wird als Sensibilisierung bezeichnet. Erst bei einem zweiten Kontakt mit dem entsprechenden Antigen werden nun hochaktive Botenstoffe freigesetzt z. B. Histamin, der Körper reagiert innerhalb kürzester 

Zeit 5 – 30 Minuten mit einer so genannten „Frühreaktion“ und den bekannten Symptomen wie Juckreiz etc. Nach 4 – 6 Stunden setzt dann die so genannte „Spätreaktion“ ein. Hierbei werden weitere Zellen aus dem Immunsystem aktiviert, welche die Allergie aufrechterhalten.
 

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