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Schnarchbehandlungen & Schnarchoperationen

Bild Schnarchen

Radiofrequenzchirurgie /
Radiofrequenzvolumenreduktion RaVoR

»Die Radiofrequenzchirurgie ermöglicht minimal invasive Eingriffe zur Entfernung und Stabilisierung von Gewebe. In der HNO kann sie zur Verkleinerung derNasenmuscheln, zur Kürzung und Stabilisierung des Gaumensegels sowie zur Verkleinerung der Tonsillen oder des Zungengrunds eingesetzt werden. Die wenig belastenden Eingriffe sind in vielen Fällen in örtlicher Betäubung möglich.«

Technik

Mit Hilfe niederfrequenter Radiowellen wird das entsprechende Gewebe entweder blutarm geschnitten oder unter der Schleimhaut thermisch verändert. Die postoperativ auftretende Vernarbung führt zu einer Straffung z.B. des Gaumensegels.

Vorteile

Bei der submukösen Thermotherapie Radiofrequenz-Volumenreduktion wird eine zu starke Erhitzung und damit Schädigung tiefer liegender Strukturen vermieden, ein weiterer großer Vorteil liegt in der minimalen Verletzung der Schleimhaut. Die eigentliche Wirkung findet schließlich in der Tiefe des Gewebes statt. Schmerzen werden aber nur im Bereich der Schleimhaut empfunden, nicht im darunter liegenden Gewebe.

Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungsrate ist insgesamt sehr gering. Im Allgemeinen kommt es nur zu einer leichten Schwellung im Bereich der Einstichstelle. Gelegentlich kann auch die unmittelbar angrenzende Schleimhaut geschädigt werden. Die Abheilung der Einstichstelle erfolgt in der Regel innerhalb weniger Tage. Es können einige Tage leichte bis mittelschwere Schmerzen im Mund-Rachen entstehen.

 

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Coblation-Technik CAUP  
Coblation Assisted Upper-Airway Procedure

»Bei diesem auch als "Controlled ablation" oder „cold ablation„ bezeichneten Verfahren handelt es sich ebenfalls um eine Radiofrequenztherapie. Es dient der schonenden und blutungsarmen Entfernung von Gewebe und wird v.a. auch zur plastischen Korrektur/ Kürzung und Versteifung (Stabilisierung) des Gaumensegels verwendet.«

Technik

An der Spitze einer speziellen Einwegsonde wird ein hochfokusiertes Plasmafeld aufgebaut. Als leitendes Medium wird eine physiologische Kochsalzlösung angeregt. Die darin enthaltenen Partikel werden ionisiert und beschleunigt. 

Sie erhalten dabei genügend Energie, um organische molekulare Verbindungen innerhalb des abzutragenden Gewebes aufzulösen. Die aus dieser Stoßionisation hervorgehenden Produkte werden mittels der Spülflüssigkeit direkt abgesaugt. Das Ergebnis ist eine volumetrische Gewebeentfernung bei minimaler Schädigung des umliegenden Gewebes unter gleichzeitiger Blutstillung. Die beim Coblation Verfahren entstehenden Temperaturen liegen bei lediglich 40-70 °C. Im Vergleich dazu werden bei konventionellen elektrochirurgischen Methoden oder beim CO2-Laser bis zu 400 °C erreicht. Dies erklärt die zum Teil massive und ungewollte Schädigung tiefer liegender Gewebeschichten bei den bisher üblichen Methoden. 

Einsatzmöglichkeiten im Bereich der HNO

• Stabilisierung und Kürzung des Gaumensegels 
• Verkleinerung der Nasenmuscheln
• vollständigen Entfernung der Gaumenmandeln 
• Verkleinerung der Gaumenmandeln 
• Behandlung des Zungengrundes

Vorteile des Verfahrens

.z.B. bei der Operation am Gaumensegel oder der Entfernung der Gaumenmandeln (Tonsillektomie) sind in Anbetracht der geringeren Gewebeschädigung die Schmerzen nach einem derartigen Eingriff relativ gering. Im Vergleich zu den bisherigen elektrochirurgischen Methoden sind die Schmerzen bereits ab dem ersten und insbesondere ab dem vierten Tag schwächer. Der Blutverlust während der Operation ist sehr gering. Bundesweit wird das Coblation-Verfahren bisher nur in einzelnen Kliniken angewendet, allerdings mit zunehmender Tendenz. Trotz der offensichtlichen Vorteile für den Patienten sind die Ursachen dafür insbesondere darin begründet, dass das Coblation -Verfahren eine spezielle Schulung erfordert und die Kosten der Einwegsonden nicht von allen Kranken-Versicherungen /-Kassen übernommen werden.

 

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Pillar Verfahren

»Diese in den USA etablierte Methode ist seit einigen Jahren auch in Deutschland verfügbar. Der minimal invasive Eingriff dient der Stabilisierung des Gaumensegels.«

Technik

Im Rahmen einer örtlichen Betäubung werden drei halbfeste Stäbchen aus einem Dacron -Geflecht mit einer Länge von 18mm und einem Durchmesser von 1.5mm in das Gaumensegel implantiert. Ähnlich den Planken eines Segels verhindern sie das „Schlagen“ des Gaumensegels. Der Effekt lässt sich endgültig nach ca. 8-12 Wochen beurteilen, wenn sich um die implantierten Stäbchen ausreichend Bindegewebe gebildet hat.

Nebenwirkungen

Im Vergleich zu allen anderen Verfahren, bei denen Gewebe entfernt oder zerstört wird, treten nur selten Nebenwirkungen auf. Neben einem sehr selten beschriebenen Fremdkörpergefühl können sich die Stifte unter Umständen auch verschieben oder in Einzelfällen aus dem Gewebe herauslösen. Eine erneute Implantation ist dann problemlos möglich. Wundheilungsstörungen treten ebenfalls sehr selten auf. Über Jahrzehnte gesammelte Erfahrungen aus der Gefäßchirurgie legen darüber hinaus eine gute Langzeitverträglichkeit des Materials nahe.

Erfolgsaussichten

Studien aus den USA und Europa zeigen Erfolge beim Schnarchen und auch bei der Schlafapnoe bei alleinigem Einsatz des Pillar-Verfahrens. Eine Steigerung der Erfolgsrate erscheint durch eine kombinierte Behandlung im Bereich von Nase, Gaumensegel, Tonsillen und eventuell Zungengrund aber durchaus möglich zu sein. Auch das Pillar-Verfahren darf nicht leichtfertig zum Einsatz kommen, sondern nur nach genauer Diagnostik.

 

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Operative Eingriffe in der Nase zur Verbesserung der Nasenatmung

»Der Erfolg korreliert mit dem Ausmaß der zuvor bestehendenNasenatmungsbehinderung.«

Bei behinderter Nasenatmung durch Verkrümmung der Nasenscheidewand erfolgt eine sorgfältige und aufwändige Rekonstruktion. Hierbei wird der knorpelige und knöcherne Anteil der Nasenscheidewand teils durch Entnahme und Reimplantation, teils durch Abtragung von überschüssigem Knorpel- / Knochengewebe begradigt. Die modernen Operationstechniken sind zunehmend schonend und risikoarm. Der Eingriff wird in Vollnarkose ambulant oder stationär durchgeführt. 

Bei Ventilationsbehinderung durch Vergrößerung der Nasenmuscheln können diese durch verschiedene Operationstechniken verkleinert werden.Klassisch in Narkose mit anschließender Tamponade der Nase. Dann in aller Regel stationär.

Die neueren, schonenderen Verfahren, ob mit dem Laser, mit Radiofrequenz-Technik oder mit Coblations-Technik sind alle in örtlicher Betäubung, ohne anschließende Tamponade und ambulant durchführbar.

Insgesamt ist der therapeutische Effekt einer chirurgischen Verbesserung der Nasenatmung auf das Schnarchen schwer vorhersehbar. Operationen wie die Nasenscheidewandkorrektur sollten daher für diejenigen Schnarcher vorbehalten bleiben, die zusätzlich unter einer behinderten Nasenatmung leiden. Anatomische Veränderungen ohne subjektive Symptome, insbesondere einer nächtlichen Atmungsbehinderung, stellen keine ausreichende Indikation dar.